Beteiligungsprojekte an Wiener Schulen

Begleitung von Sanierungen und Umbauten an Schulstandorten

In einer wachsenden Stadt wie Wien braucht es innovative Lösungen, um den steigenden Bedarf an Pflichtschulplätzen zu decken. Die Einbindung jener Menschen, die vom Um- oder Neubau betroffen sind, ist dabei ein zentrales Anliegen der Stadt Wien.

Bei den umfassenden Sanierungen und Erweiterungen von städtischen Schulstandorten fragen wir deshalb: Was ist Schüler*innen wichtig, wenn ihr Schulgebäude umgebaut wird? Wie können Schulräume gestaltet werden, damit sie ein optimales Lernumfeld bieten? Worauf legen Lehrer*innen bei der Sanierung ihrer Schule wert? Und welche Bedürfnisse von Eltern oder Anrainer*innen sind zu beachten?

Aktuell ist UIV Urban Innovation Vienna mit dem Team Soziale Innovation an 25 Schulstandorten in Wien unterstützend tätig. Im Auftrag der Stadt Wien führen wir an Schulen einen umfassenden Partizipationsprozess von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme der neuen Infrastruktur durch. Wir führen Planungszirkel, Ideenwerkstätten oder digitalen Beteiligungsformate durch und binden mit diesen innovativen wie kreativen Formaten Schüler*innen, Direktor*innen, Pädagog*innen, Eltern und Anrainer*innen frühzeitig in den Bauprozess ein.

Demokratische Aushandlungsprozesse sorgen für eine stärkeres Verständnis der Personengruppen untereinander und schlussendlich zur Entwicklung einer nachhaltigen Bildungsinfrastruktur, die sich an den Bedürfnissen der Nutzer*innen orientiert.

Architektin Susanne Veit-Aschenbrenner, die mit ihrem Büro am Umbau der VS Molitorgasse beteiligt gewesen ist, sagt zum Prozess:

„Die Volksschule Molitorgasse verbindet eine denkmalgerechte Sanierung funktional mit einem neuen Ganztagesangebot und transformiert den bestehenden Schulbau zu einem offenen, vielschichtigen Lern- und Lebensraum. Begleitet von der UIV waren Pädagog*innen und Schüler*innen aktiv in die Gestaltung und Ausstattung eingebunden. Die Volksschule ist damit nicht nur saniert, sondern neu interpretiert – als Schule, die den Planungsprozess und den Raum als pädagogisches Werkzeug versteht.“

Mehr Infos zum Projekt gibt es hier.

Auftraggeberin:

MA 56 – Wiener Schulen

Schüler und Schülerinnen vor einem Bauplan des Gebäudes
(c) UIV/Jakub Han

Volksschule Molitorgasse als Beispiel für eine denkmalgerechte Sanierung

Das Stiegenhaus erstrahlt nach den umfassenden Umbauarbeiten in neuem Glanz. Das gesamte Gebäude aus dem Jahr 1888 ist zudem nun komplett barrierefrei erschlossen.  
Die Klassenräume wurden auf die vielfältigen Anforderungen der Schüler*innen und des Lehrpersonal hin optimiert.
Auch in den Gängen gibt es nun Bereiche zum Verweilen.
Fotos: UIV Urban Innovation Vienna GmbH