HeaTogether
Geschäftsmodelle zur Dekarbonisierung von Bestandsgebäuden
Die Transformation unserer Wärmeversorgung hin zur Klimaneutralität stellt vor allem Städte vor große Herausforderungen. Sowohl konventionelle Fernwärmenetze als auch individuelle Heizlösungen stoßen dabei an ihre Grenzen.
Großflächige, zentrale Fernwärmesysteme arbeiten vielerorts bereits nahe ihrer Kapazitätsgrenzen und sind zudem häufig noch von fossilen Energieträgern abhängig. Gleichzeitig setzen sie eine hohe Wärmedichte voraus und sind daher für viele städtische und vorstädtische Gebiete mit mittlerer oder geringer Dichte nur eingeschränkt geeignet.
Auch dezentrale Einzellösungen wie Wärmepumpen stehen insbesondere in dicht bebauten Gebieten vor Herausforderungen: Begrenzte Platzverhältnisse erschweren die Installation von Luftwärmepumpen, Erdwärmesonden oder Photovoltaikanlagen. Zusätzlich fehlen häufig wirtschaftliche Vorteile durch Skaleneffekte.
Hier setzen sogenannte Nachbarschaftswärmenetze an. Diese lokalen Heiz- und Kühllösungen schließen die Lücke zwischen zentralen und individuellen Systemen und ermöglichen eine effiziente, flexible und klimafreundliche Energieversorgung auf Quartiersebene. Einige dieser Systeme bieten zudem die Möglichkeit, Gebäude in den Sommermonaten aktiv zu kühlen.
Im EU-geförderten Projekt HeaTogether werden unterschiedliche technologische Ansätze für solche Nachbarschaftswärmenetze untersucht und weiterentwickelt. Wir als UIV Urban Innovation Vienna sind Teil eines länderübergreifenden Konsortiums, das anhand mehrerer Fallstudien in vier europäischen Ländern replizierbare technische Lösungen, Investitionsstrategien und innovative Geschäftsmodelle für die Umsetzung investitionsreifer Systeme unterstützt.
Ziel des Projekts ist es, tragfähige und skalierbare Ansätze für eine nachhaltige Wärme- und Kälteversorgung in urbanen und suburbanen Räumen in ganz Europa zu schaffen.
Gefördert durch:
EU-Kommission
Partner:
- e7 GmbH (Österreich)
- ifeu GmbH (Deutschland)
- DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V., Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften (Deutschland)
- Hogeschool Utrecht, Institute Design & Engineering (Niederlande)
- SEVEn – Energy efficiency centre (Tschechische Republik)
Weitere Informationen:


